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Grüße aus der Zukunft –
Abiturienten machen sich Gedanken






> Einleitung
> Die Welt in dreißig Jahren
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Kurz bevor sie im Juni 2007  reif sind und ihre Abiturzeugnisse in der Tasche haben, ließen sich die 19 Schüler und Schülerinnen des Leistungskurses Politik und Wirtschaft dazu bringen aufzuschreiben, wie die Welt wohl in dreißig Jahren aussehen könnte.

Aufschlussreich war, dass nur wenige über ihre persönliche Zukunft spekulieren wollten, aber über gesellschaftliche und weltpolitische Entwicklungen formulierte man munter drauflos – je weiter weg das Problem, umso konkreter die Prognosen!

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> Die Welt in dreißig Jahren


(Schlüsselbegriffe: Individualismus- Darwinismaus - Karrieredenken - Korruptionsmentalität - Klassengesellschaften)

Alle glauben, dass sich das Menschsein hier und in der Welt immer mehr angleichen wird, ohne gleicher zu werden. „Individualismus und Darwinismus werden an Bedeutung gewinnen.“ „Karrieredenken“ und „Korruptionsmentalität“ gehören dann zu den Grundtugenden, „der Kampf ums Überleben wird nicht nur für die Menschen in den Entwicklungsländern sondern auch für viele Menschen in den Industriestaaten immer härter werden.“ Neue „Klassengesellschaften“ drohen.

(Schlüsselbegriffe: verödete Dörfer - Kinderrate 0,7 - Amtssprache russisch, türkisch, deutsch - keine Staus)


Unsere Gesellschaft wird sich entsprechend verändern, „die letzten jungen Leute fliehen aus den verödeten Dörfern in die Städte.“ Ein Schüler nennt Zahlen: Rente mit 72, Kinderrate bei 0,7. Amtssprachen in Deutschland werden auch türkisch und (!?) russisch sein, statt Englisch ist Mandarin „ die wichtigste Zweitsprache“. Aber positiv: Das Reisen wird (noch) billiger und einfacher. Denn es gibt es durch die Navigationshilfen keine Staus mehr!

(Schlüsselbegriffe: Klimakatastrophe - Flüchtlingsströme - technischer Fortschritt - neue Weltmacht Umweltschutz)


Doch die inneren Veränderungen werden überlagert von den Welt-Prognosen, wobei zwei Aspekte ganz oft dargestellt worden sind: Zum einen ist das „Angstgespenst“ die Klimakatastrophe mit allen möglichen Veränderungen, z.B. bei den Krankheiten, dem Umweltsystem und den Flüchtlingsströmen. Aber es wird auch technischer Fortschritt erwartet, der den Wandel beherrschbar macht. Jemand anderes sieht gar den „Umweltschutz als neue Weltmacht“ an.

(Schlüsselbegriffe: letzte Bauern - Türkei wartet - China größtes Industrieland - Gegner USA - Ressourcenkampf- CO²-Ausstoß gestoppt)

Zweite allgemein akzeptierte Zukunft ist die sich verstärkende Globalisierung – eher negativ als positiv gesehen. „Die letzten Bauern in der EU liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.“ Die Türkei wird immer noch auf die Aufnahme in die EU warten, aber Israel vermutet jemand als Neumitglied. Überhaupt die EU – bei einem „genießt die EU weltweiten Einfluss“, beim anderen“ hat Europa kaum noch politische Macht“. Egal was stimmen wird, alle sind sich einig, dass „China größtes Industrieland“ sein wird, falls es nicht mit dem „Gegner USA“ zu einem „3. Weltkrieg“ kommt.


Zwei Autoren machen daraus mit Indien sogar einen Dreikampf. Die Ölländer werden noch mächtiger sein, „der Kampf um die Ressourcen wird noch rauer“. Doch etliche Schüler sehen nach einer jahrelangen Phase des Terrors und der Konflikte um Energie und Religion ein Licht am Horizont: „Israel und Palästina bauen gemeinsam die Mauer ab.“ „Erneuerbare Energien stoppen den CO²-Ausstoß“ und „Afrika ist voll gestellt mit Solaranlagen“.

Aber die Skepsis bleibt, dass sich im Grunde nichts ändert, obwohl im Jahre 2037 die Akteure und die Welt ein anderes Gesicht haben. Am Schönsten hat das ein Schüler so formuliert: „Georg W. Bushs Tochter wird erste amerikanische Präsidentin und interveniert im Irak.“


W. Tschorn, Webteam, 23.5.2007