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5 Wochen Praxisluft schnuppern an der DSL





> Einleitung
> Helge Kminek in Interview
> Aufnahme einer Unterrichtsstunde
> Carolin Jaeger im Interview

Im Folgenden befragen Carolin Jaeger und Helge Kminek. Beides sind Lehramtsstudenten der Uni Frankfurt und beide waren für fünf Wochen an der DSL, Praxisluft schnuppern.

Mit Helge Kminek haben wird erstmalig einen Studenten, der den forschungsbezogenen Ansatz in die Praxis umgesetzt hat. Dabei wurde das Unterrichtsgeschehen einer Stunde aufgezeichnet und ausgewertet. Details erzählt uns Herr Kminek im Interview.

Carolin Jaeger hat erstmals als Studentin Praxisluft geschnuppert. Sie war, wie sie schreibt, anfänglich sehr aufgeregt, was sie erwarten würde. Ihre Bilanz sieht so aus: "Nach der Praktikumszeit kann ich auch nur Positives zu der Schule, den Schülern und dem Kollegium sagen. Ich hoffe das dieses Klima weiterhin an der Schule bestehen bleibt und alle weiter dafür arbeiten."
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Helge Kminek
mit Herrn Helge Kminek
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Was machen Sie an der DSL. Warum sind sie hier. Was machen Sie sonst?


Ich mache an der DSL mein erstes Praktikum im Rahmen meines Lehramtstudiums. Das erste Praktikum wird in der Regel in den so genannten Grundwissenschaften absolviert. Ich nehme an dem neuen „Typ“ - dem forschungsbezogenen Typ - der Schulpraktischen Studien teil.

Sonst bin ich ein fleißiger Student. ;)
Das Lehramtstudium ist mein zweites Studium. Ich bin seit Oktober 2006 Diplom Pädagoge. Mein Studium finanziere ich seit Anbeginn selbst.

Seit acht Jahren bin ich in der stationären (drei Jahre) und in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe (fünf Jahre) tätig.

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Sie haben sich dafür entschieden, eine ganze Unterrichtsstunde aufzunehmen und zu untersuchen.

Wie funktioniert das technisch, datenschutzrechtlich, organisatorisch?





Datenschutz:
Aufzeichnung einer UnterrichtsstundeEs gibt eine Verordnung des Ministeriums, welche das Aufzeichnen einer Stunde grundsätzlich zulässt.

Zusätzlich habe und musste ich mir die Einverständnis von Herrn Zotz, Herrn Richter sowie die schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten der Schüler_innen einholen.

An dieser Stelle Herrn Richter und den Schüler_innen meinen Herzlichen Dank!

Technisch + Organisatorisch:
Aufzeichnung einer UnterrichtsstundeIch arbeite in einem Forschungsprojekt mit, daher war es für mich erstmal einfach an Aufnahmegeräte zu kommen.


Es wurde dann leider doch kompliziert, da die Forschungsgruppe zu einem ähnlichen Termin Aufnahmetermine an zwei weiteren Schulen hatte und wir die Geräte (MD-Geräte) aufteilen mussten.


Am Tag der Aufnahme war ich bereits um sieben Uhr in der Schule und habe alles aufgebaut. Bis jetzt habe ich in die Aufnahme leider nur reinhören können, ich hoffe, dass die gute Qualität der Aufnahme sich bis zum Ende der Stunde anhält. Sonst hätte ich ein Problem.

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Was versprechen Sie sich und Ihre Ausbilder davon?


Das forschungsbezogene Praktikum möchte den Blick der zukünftigen Lehrer_innen, also meinen, verfremden. In den Analysen der Unterrichtstranskripte wird nach der Logik der Stunde geforscht.

Die Dozenten haben (in den meisten Fällen) keine Berufserfahrungen als Lehrer, es geht darum, Unterricht aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu betrachten, die Logik zu erkennen und in Folge auf Grund dieser Erkenntnis Unterrichtsprozesse bewusster steuern zu können.

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Wird „Unterricht“ besser durch eine Analyse, wie Sie sie vornehmen?


Ich sehe mich in Tradition der „kritischen Theorie / der Frankfurt Schule“, diese möchte Kritik entfalten und nicht zu früh in Verbesserungsvorschläge umschlagen. (Vgl. Adorno, Theodor W. Vorlesungen zur Negativen Dialektik)


Zu hoffen bleibt es natürlich, dass Unterricht durch diesen Perspektivenwechsel an Qualität gewinnt, doch eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht. Zudem wird niemand die Widersprüche von Unterricht aufheben können, dass heißt natürlich nicht, dass eine Beliebigkeit beabsichtig wäre.


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Welche Konsequenzen haben Ihre Ergebnisse?

Keine. Ich schreibe einen Praktikumsbericht.

Die Ergebnisse gehen in kein Forschungsprojekt oder ähnliches ein. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken eine Promotion anzustreben, vielleicht ergibt sich ja eine spannende Fragestellung.

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Bitte beschreiben Sie die DSL in wenigen Stichworten.


Engagiert, engagiert, engagiert, freundlich, höflich, facettenreich.

Mir persönlich allerdings auch hin und wieder: zu hektisch.


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Beschreiben Sie sich in wenigen Stichworten.


Eine unmögliche Aufgabe. Ich würde nur mein Selbstbild wiedergeben. Wie scheine ich und wie erscheine ich?


Jede_r wird bereits ein Urteil gefällt haben, es wird näher an mir sein, als mein Selbstbild.


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Beschreiben Sie den Lehrerberuf in wenigen Stichworten.


Ein spannender, weil / und unmöglich, an dem Idealbild orientiert, zu erfüllender Beruf.
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Mit welchen Argumenten würden Sie einem Schüler zum Lehrerberuf raten, bzw. abraten?

Jede_r Lehrer_in hat eine große Verantwortung. Ich glaube niemand kann von seiner Rollenfunktion und die besteht vor allen Dingen in einer Selektionsfunktion und Zurichtungsfunktion, sich befreien, zugleich können Lehrer_innen die Entwicklung von Schüler_innen und Heranwachsenden begleiten und fördern.


Versuchen zu lehren ohne zu belehren und das Unmögliche versuchen, nämlich Mündigkeit zu fördern. Eelcher Beruf bietet ein solch spannendes Handlungsfeld?


Dabei ist die Tätigkeit ungemein facettenreich, die fachlichen Fragestellungen gilt es sich als Lehrer_in zu erarbeiten und an ihnen weiter zu arbeiten, zudem sich Fragen der Erziehung und Bildung zu stellen und darin eine professionelle Rolle zu finden: langweilig wird es also so schnell erstmal nicht.
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Ebenfalls für 5 Wochen an der Dreieichschule: Carolin Jaeger


Carolin JaegerWer ich bin: Carolin Jaeger, 20 Jahre alt, Studentin an der Goethe-UNI in Frakfurt am Main.


Meine Studienfächer: Englisch und Geschichte im 3. Semester.


Was habe ich an der DSL gemacht?

Mein erstes Praktikum an einer Schule für das Modul Schulpraktische Studien. Das Praktikum umfasste fünf Wochen. Meine Hauptaufgabe war das Hospitieren und acht Unterrichtsversuche.
 
Meine Eindrücke von der DSL:
Zu Anfang war ich sehr aufgeregt, da ich die Schule nicht kannte und auch keine Studienkollegen aus meinem Seminar hatte, die ebenfalls an der Schule waren, denn normalerweise ist das der Fall. Auf mich alleingestellt trat ich also am 27. 8. das Praktikum an, das für mich noch recht abenteuerlich wirkte.


Das Kollegium war aber so nett und hilfsbereit, dass die Angst zu Beginn eigentlich schon am ersten Tag verflogen war und ich mich auf die folgenden Wochen freute.


Nach der Praktikumszeit kann ich auch nur Positives zurr Schule, den Schülern und dem Kollegium sagen. Ich hoffe das dieses Klima weiterhin an der Schule bestehen bleibt und alle weiter dafür arbeiten.


Ein Dankeschön an alle, die mir bzw. uns Praktikanten in diesem Praktikum geholfen haben!! Zudem auch ein Danke an unseren Betreuer Herrn Oeben-Heinrichs, der uns viel Freiheit lies und immer mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn bei uns etwas nicht ganz klappen wollte.


Danke für die schöne Zeit an der DSL und das Ermöglichen eines sehr lehrreichen Praktikums durch das Kollegium!
 
Herzliche Grüße
Carolin Jaeger

Webteam, Oktober 2007