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Dreieichschule
Gymnasium des Kreises Offenbach
Goethestr. 6, 63225 Langen
Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911






Herr Richter

Im Folgenden beantwortet Herr Richter Fragen zu sich und zur Schule.

Herr Richter ging in der DDR zur Schule und hat anschließend Theologie und Philiosophie studiert. An der Dreieichschule unterrichtet er seit Beginn des Schuljahres 2007/08 ev. Religion und Ethik.

Gefragt, was er vom Satz - ohne Fleiß kein Preis - halte, antwortet Herr Richter, dass er diesem zustimme, aber das Umgekehrte manchmal ebenso gelte
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Herr Richter
mit Herrn Richter
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Beschreiben Sie sich in wenigen Worten

47 Jahre; 1,76 Meter groß; 68 kg schwer … Ich bin in Sachsen geboren, durch das Schulsystem der DDR gegangen. Da ich mich schon in der Schule gegen das diktatorische System des Sozialismus gewendet habe, in dem alle möglichst das Gleiche denken und glauben sollten, wurde ich vom Staatssicherheitsdienst bespitzelt.

Es wurde mir verboten, Pädagogik zu studieren. So habe ich mich damals für Theologie und Philosophie entschieden. Die Freiheit, die wir in der DDR erkämpften und die dann in die Einheit Deutschlands mündete, gehört zu den größten Glücksfällen meines Lebens. Heute bin ich froh, dass sich mein Wunsch erfüllt hat, an einer Schule arbeiten zu können.
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Führen Sie folgenden Satz fort:
Schule sollte...



... Schule sollte „… Sachen klären und Kinder stärken.“
(frei nach Hartmut von Hentig)

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 Beschreiben Sie Schule mit wenigen Begriffen:


Ort des Lebens, Ort der Muße, Ort der Mitmenschlichkeit.
„Hier werden Kinder zu Persönlichkeiten. Lernfortschritte kann sie gar nicht verhindern.“
(frei nach einem Wort des Schulleiters der Bodenseeschule, Herrn Hinz)

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a) Warum sind Sie an die DSL gekommen?


b) Was gefällt Ihnen an der DSL schon richtig gut?


a)
… weil ich ein neues Betätigungsfeld gesucht habe, mir eine Stelle angeboten wurde und ich gern mit Menschen zusammen bin.

b)
… dass mir täglich viele Menschen begegnen, die den gemeinsamen Tag mit einem Lächeln beginnen und mit einem Lächeln beenden.


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Ganztagsschule so wie in Frankreich, England und Amerika ...

… muss in Deutschland nicht kopiert werden. Was wir in Deutschland lernen müssen: mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe und auch mehr Geld für Kinder und Jugendliche aufzubringen.

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In Finnland kann man nicht sitzen bleiben. Das finde ich...


…vernünftig.

Wenn es nicht um Noten geht, kann das Lernen als Lernen wieder in den Mittelpunkt rücken. Non scholae, sed vitae discimus.


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Man sagt, dass sich der Lehrerberuf sehr stark verändert (hat). Würden Sie zustimmen + können Sie ein Beispiel geben?


Mit dieser Frage kann ich wenig anfangen. Alles verändert sich. Immer.


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Wie heißt Ihr Lebensmotto?


Warum sollte ich mich auf eines festlegen?

In der Schule versuche ich nach dem Motto zu leben: Ich kann von den Schülerinnen und Schülern mindestens genauso viel lernen, wie diese von mir.
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Nennen Sie drei Dinge, die sie gerne verändern würden und warum.

Es gibt keine Veränderung ohne die Veränderung der Veränderer. Veränderung beginnt bei mir selbst.

Und: Das Allermeiste kann ich nicht ändern. Wir sollten uns selbst nicht zu wichtig nehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es darauf ankommt, zu verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln.

Nur wer glaubhaft versucht, andere zu verstehen, kann erwarten, von anderen verstanden zu werden. Dies aber ist die Voraussetzung dafür, etwas so zu verändern, dass es tragen kann.
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2010 bin ich...

... hoffentlich noch am Leben … und 3 Jahre älter.
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Die Unterrichtsgarantie Plus ist...



… eine Maßnahme der Politik.

Ich habe gelernt, von der Politik nicht Lösungen, sondern Regelungen zu erwarten.
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Kommentieren Sie den Satz:
Ohne Fleiß kein Preis.


… kenne ich. Manchmal ist da was dran.

Das Umgekehrte gilt ebenso.
Webteam, Oktober 2007