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Maren Walter |
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Im Folgenden beantwortet Maren Walter Fragen zu sich und zur Schule.
Frau Walter ist der Spaß anzumerken, mit den sie ans Unterrichten geht. Wie gut, dass sie Mathematik unterrichtet, denn Mathematik ist ein ausgesprochenes Mangelfach. Die Dreieichschule hat bei ihr, so Frau Walter, einen so guten ersten Eindruck hinterlassen, dass sie sich für die DSL entschied. Geblieben ist dieser Eindruck bis heute.
Die Schattenseiten des Lehrerdaseins
hat Frau Walter schon kennengelernt und nennt die "LUSD", (ein Computerprogramm) als frustierendes Beispiel unter dem Lehrer und Schüler leiden.

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mit Maren Walter |
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Beschreiben Sie sich in wenigen Worten |

Die eigene Wahrnehmung kann sehr von der Auffassung der Umwelt divergieren. Deshalb sollte sich jeder sein eigenes Bild machen.
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Führen Sie folgenden Satz fort:
Schule sollte...
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... jedem Kind bzw. Jugendlichen ermöglichen, seine Neugier zu wecken, seine Talente zu fördern und seine Interessen zu erweitern.
Zudem sollte die soziale Komponente nicht vernachlässigt werden und auf das "Leben nach der Schule" vorbereitet werden.
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Beschreiben Sie Schule mit wenigen Begriffen:
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Schule ist ein Ballungszentrum, in dem Individuen und Gruppen, persönliche Meinungen und Mehrheitsansichten, Erfolge und Misserfolge, Unmut und Eifer, ... aufeinandertreffen.
Dabei findet man sich abwechselnd in den verschiedenen Positionen wieder, so dass es stets neue Situationen zu meistern gilt.

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a) Warum sind Sie an die DSL gekommen?
b) Was gefällt Ihnen an der DSL schon richtig gut?
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a)
Aufmerksam auf diese Schule wurde ich durch das Angebot, an der DSL unterrichten zu können.
Die Besichtigung der Schule mit seinen SchülerInnen und Lehrerinnen hinterließ solch einen positiven Eindruck, dass ich nun hier bin.
b)
Geht eigentlich schon aus der vorherigen Antwort hervor: Nettes, hilfsbereites Kollegium; (überwiegend) motivierte SchülerInnen, engagierter Schulleiter; interessierte Eltern; vielfältige Angebote der Schule: Sport, Austausch, AGs, ...

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Ganztagsschule so wie in Frankreich, England und Amerika ... |

...benötigt einen personellen, finanziellen, räumlichen Rahmen, der es ermöglicht, die erstrebenswerten Ziele dieses Systems zu verwirklichen:
Wir sind auf dem richtigen Weg, bloß dieser ist noch lang.
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In Finnland kann man nicht sitzen bleiben. Das finde ich...
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... schwierig zu beurteilen.
In Finnland fußt Bildung, das System Schule inbegriffen, auf Prioritäten in Politik und Öffentlichkeit, die nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen sind.
Dementsprechend kann ich auch keinen 1:1 Vergleich durchführen.

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Man sagt, dass sich der Lehrerberuf sehr stark verändert (hat).
Würden Sie zustimmen + können Sie ein Beispiel geben?
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Ich glaube nicht, dass sich das Hauptanliegen einer Lehrkraft verändert hat. Ziel war und ist es, die SchülerInnen zu unterrichten, zu erziehen, zu beraten, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen.
Geändert haben sich meiner Meinung nach, die Rahmenbedingungen wie Zeit, Klassenstärke, Druck der Öffentlichkeit sowie der Politik, Belastung, Resonanz bei den SchülerInnen und Eltern, ... .
Als Beispiel gebe ich das Programm LUSD an: Zeitaufwendig, unübersichtlich und nicht effektiver (sogar konträr) als das gute alte Eintragen per Handschrift!

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Wie heißt Ihr Lebensmotto?
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Durch Anstrengung, Ehrgeiz und Willen kann man vieles erreichen. (Das hören SchülerInnen ja auch oft.)
Fraglich ist nur, ob man immer weiß, was man wirklich möchte.
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Nennen Sie drei Dinge, die sie gerne verändern würden und warum.
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Als erstes sollte die Klassenstärke reduziert werden, damit der/die einzelne SchülerIn mehr berücksichtigt werden kann und der/ die SchülerIn auch genügend Platz hat.
Als zweites sollte die 5-Minuten Pause auf 10 Minuten erweitert werden. Sowohl für SchülerInnen als auch für LehrerInnen reichen 5 Minuten für Raumwechsel, Essen, Nachfragen, kurzes Verschnaufen, ... nicht aus.
Als drittes sollte es Räumlichkeiten geben, in denen die SchülerInnen Freistunden verbringen können. Sie könnten Hausaufgaben machen (Lehrerperspektive) oder die Zeit mit Freunden andersweitig nutzen (Schülerperspektive).
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2010 bin ich...
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... hoffentlich immer noch gern Lehrerin.
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Die Unterrichtsgarantie Plus ist...
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...... bezüglich der ursprünglichen Überlegung Unterrichtsausfall zu kompensieren eine gute Idee.
In der Umsetzung scheitert es an den fehlenden Mitteln.
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Kommentieren Sie den Satz:
Ohne Fleiß kein Preis.
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Dem schließe ich mich an.
Auch wenn es den Anschein hat, dass sich einige durch's Leben schlängeln können; irgendwann steht jeder vor einer Aufgabe, deren Lösung viele Mühen kostet.
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Webteam, September 2007
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