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Dreieichschule
Gymnasium des Kreises Offenbach
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Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911




Franks Entscheidung





> Einleitung
> Wieso engagierst Du Dich?
> Verlorene Zeit?
> Beweggründe, nach Südafrika zu gehen?
> Werte, die man Schülern vermitteln sollte?

Frank S.Frank Seidel, Schüler und Abiturient an der Dreieichschule, hat sich entschieden, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen.

Im folgenden Artikel erläutert er, wieso er nach Südafrika gehen wird, wieso er keinen Zivildienst leistet und wie er zu "wise e.V.", der Organisation für die „Weltweite Initiative für soziales Engagement" gefunden hat.

Nach der Rolle der Schule bei der Vermittlung von Werten gefragt, sagt Frank, dass Schule bei jungen Leuten "das Interesse an fremden Ländern, Entwicklungshilfe und sozialen Engagement" fördern könnte.

Wenn Frank nach einem Jahr zurückkommt, dann - so sagt er - "wäre ich auch gerne bereit, wieder an die Schule zu kommen und dort einen DIA Vortag über mein Auslandsjahr zu halten!"







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Wieso engagierst Du Dich bei „Weltweite Initiative für soziales Engagement"?

Wer ist "wise e.V."?

Mir war schon während der Schulzeit klar, dass ich gerne nach dem Abitur ins Ausland gehen würde. Die Möglichkeit das mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr zu verbinden, hat mich auf die Suche nach einem Träger für diese Unternehmung verschlagen.

Durch ewige Internetrecherche bin ich auf die „Weltweite Initiative“ gestoßen, welche derzeit 68 Freiwillige in 14 Ländern auf der ganzen Welt entsendet hat. Diese arbeiten in heimischen Projekten, welche aus keiner deutschen Gründung entstanden sind. Somit sind die finanziellen Mittel der Projekte sehr begrenzt und es ist ihnen nicht möglich, die Freiwilligen zu entlohnen. Damit diese Freiwilligendienste/Friedensdienste ermöglicht werden können, ist der eingetragene und staatlich anerkannte Verein aus Spenden aus der breiten Bevölkerung angewiesen.

wise e.v.

Ich werde ab Mitte August dann in einer Schule für körper- und sehbehinderte Kinder arbeiten. In der Internatsschule „Ethembeni Special School“ lernen und leben die mehr als 300 Kinder zusammen. Ziel dieser Grundschule ist es, den Kindern Zugang zu Bildung und somit eine Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Potentiale zu geben.

 

wise e.V., ein kleiner, gemeinnütziger Verein, ist ein Zusammenschluss engagierter Bürger, welcher es jungen Menschen ermöglicht, in basisnahen Sozialprojekten in Schwellen und Entwicklungsländern sozialpraktisch mitzuarbeiten und so ein Zeichen zu setzen für eine menschlichere Welt. Wir wollen Alternativen zum Kriegsdienst aufzeigen, Friedensarbeit erfahrbar machen und einen Ort des interkulturellen, wechselseitigen LERNENS entstehen lassen: „Miteinander leben, voneinander lernen!“

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Der Name sagt es schon, ein Freiwilliges Soziales Jahr dauert ein Jahr, Zivildienst nur neun Monate, also "verlorene Zeit"?




Zwar dauert mein Freiwilligen Jahr, 12 Monate und nicht 9 Monate, so wie ein gewöhnlicher Zivildienst, dennoch denke ich, dass es auf keinen Fall „verlorene Zeit“ ist. Es bietet mir die Möglichkeit mehr Verantwortung zu übernehmen, versuchen auf viele unnütze Dinge zu verzichten und bildet die Basis von Wechselseitigem Lernen.

Es wird die Erfahrung meines Lebens der ich jetzt schon entgegensehne.


Infobox Zivildienst:

Der Zivildienst ist die häufigste Form des Wehrersatzdienstes. Der Zivildienstleistende (ZDL, umgangssprachlich „Zivi“) lehnt aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe ab und leistet statt dessen zur Erfüllung seiner Wehrpflicht den Zivildienst. Dieser umfasst in der Regel Tätigkeiten im sozialen Umfeld, wie etwa in Krankenhäusern, Altenheimen, im Rettungs- und Krankentransport oder in der Behindertenbetreuung. Seltener werden Zivildienstleistende Organisationen im Bereich des Umweltschutzes, der Landwirtschaft oder der Verwaltung zugewiesen. (Wikipedia)

Grafik zur Dienstlänge

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Wie würdest Du den Friedensdienst definieren, den Du leisten möchtest?

Was sind Deine Beweggründe nach Südafrika zu gehen?   



Ganz klar würde ich meinen Friedensdienst als „Lern und Hilf“ Dienst definieren. Man schnappt in dem Jahr soviel Neues auf, lernt neue Seiten an sich kennen und hilft vor allem Menschen, denen es nicht so gut geht.

Im Vordergrund, warum ich nach Südafrika gehen will, steht der Aspekt des Helfens. Aufgrund der Armut, in der viele südafrikanische Familien leben und die es ihnen unmöglich macht, die üblichen Schulgebühren zu bezahlen, sowie der teils verbreiteten Stigmatisierung von Menschen mit Behinderung, ist für letztere eine grundlegende Schulbildung keineswegs selbstverständlich.

Während diesem Freiwilligenjahr will ich vor allem für die Kinder da sein, ein offenes Ohr für ihre Probleme haben und mit viel Spaß und Eifer an die Sache ran gehen.

All dies ist wichtig, damit diese Kinder in einer besseren Zukunft entgegengehen können und eine gute Schulausbildung erhalten.

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Glaubst du, dass man in der Schule über solche Aktionen wie „Weltweite Initiative für soziales Engagement" informieren sollte?

Was könnten die Werte sein, die man Schülern vermitteln sollte?




Mir würde es im Interesse der Schülerschaft sehr am Herzen liegen, wenn in der Schule auf ein solch wichtiges Thema eingegangen werden würde.

Sehr wenigen ist die Möglichkeit, ihren Zivildienst im Ausland zu leisten, überhaupt nicht bekannt. Es ist eine immer wiederkehrende Frage, die sich jeder Schüler in der Oberstufe sehr oft stellt: „Was kommt nach dem Abi?"

Ich denke jedoch nicht, dass die Schule noch in der Lage ist, gewisse Werte und Moralvorstellungen zu vermitteln.

Was sie jedoch tun kann, ist Interesse wecken an fremden Ländern, Entwicklungshilfe und sozialen Engagement, denn Menschen leben nicht nur vor der eigenen Haustür.


Webteam, 1.6..2007