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Dreieichschule
Gymnasium des Kreises Offenbach
Goethestr. 6, 63225 Langen
Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911
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Die Bildungsausgaben in Deutschland sind viel zu gering. Viele Eltern
stöhnen
unter der Last der hohen Ausgaben für
Arbeitshefte und Bücher
in einem Dutzend Fächer zu Beginn jeden Schuljahres, darüber
hinaus werden Klassenfahrten und Kursfahrten durchgeführt. Da
kommen schon mal locker 1000 Euro zusammen, wenn mehrere Kinder einer
Familie die Schule besuchen.

In der Frankfurter
Rundschau vom 7.12.2006 wurde die Frage diskutiert, ob es nicht
höchste Zeit sei, jeden
Schüler
mit einem eigenen Laptop auszustatten: Laptops als Lehrmittel. Ein
Laptop kostet mindestens 1000 Euro. Das würde, so wird weiter
argumentiert, die Kinder der Eltern, von denen oben die Rede ist, noch
mehr benachteiligen.

Es ist klar, dass die Initiative Lernen mit Notebooks an der Dreieichschschule
bald diskutiert werden wird, denn auch bei uns kommen auf 1300 Schüler
ganze 70 Rechner. Das Verhältnis ist fast 20 zu eins. Laptops
sind mobil, ständig
einsatzbereit und leicht mitzunehmen. Also eine Lösung unserer
Unterversorgung? Deutschland
müsste 17 Milliarden Euro mehr investieren, um das Niveau
der anderen OECD-Staaten zu erreichen.
Im
Film "Die Feuerzangenbowle" von 1944 genügen Heinz Rühmann
zwei Bücher und eine Krawatte um für die Schule gerüstet
zu sein. Vielleicht wartete auf ihn aber schon die neuste technische
Errungenschaft, ein Rechenschieber im Klassenzimmer.
Weiter heißt es im Artikel der Frankfurter Rundschau:
Manche sagen, was früher
der Rechenschieber war, ist heute der Laptop. Zu lamentieren, dieses
Arbeitsgerät sei
zu teuer, zeigt nur, dass wir Deutsche die Zeichen der Zeit nicht verstanden
haben.
Die Musikklassen (wir berichteten ausführlich über die Bläserklassen an der DSL) machen vor, wie es gehen kann: Instrumente werden geleast,
das heißt
die Eltern zahlen eine Leihgebühr
und deren Kinder können
das Musikinstrument nutzen. Warum sollte Ähnliches nicht auch
in Sachen Laptop funktionieren?
Wie also lauten die Antworten auf diese gegensätzlichen Fragen ?
- Wäre der Unterricht nicht effektiver und
würden Schüler nicht besser auf die Zukunft vorbereitet
sein, wenn jeder jederzeit einen Laptop zur Verfügung
hätte?
- Ist es nicht total ungerecht, wenn sich nur Wohlhabende
den eigenen Laptop leisten können? Außerdem: Wer braucht
denn einen eigenen Laptop immer und ständig? Gibt es nicht Wichtigeres
als einen eigenen Laptop, z.B. kleinere Klassen oder mehr Lehrer?
Schreibt uns eure Antworten. Wir veröffentlichen
sie im Gästebuch.
Unten fassen wir die kontroversen Positionen im Überblick zusammen.
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Pro |

- Wir müssen den Blick auf die Zukunft richten. Ein Großteil
der Eltern ist in der Lage, ein Notebook zu bezahlen oder zu leasen.
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Contra |

- Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in Armut.
Es gibt nicht mal Geld für richtige Kreide, über einen Laptop zu reden
ist lächerlich.
- Lehrmittelfreiheit bedeutet: Kostenlose Lehrmittel, auch Laptops. Laptops
über Druck auf Schwächere aus.
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Pro
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- 60 Prozent der Eltern sind allein erziehend. Gerade diese Eltern legen
großen Wert darauf, dass ihre Kinder mit Notebooks lernen können.
- Eine ortsansässige Bank finanziert, Eltern bezahlen vier Jahre
24 Euro im Monat für die Laptops, die sie so erwerben. Die Kosten
wären überschaubar.
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Contra |

- Unhaltbar wäre, dass Schüler ohne eigenen Laptop, die
Schul-Laptops nur zeitweise benutzen können, während die mit eigenem
Laptop, diese dauernd benutzen könnten. Also müssen alle gleiche Vorraussetzungen
haben.
- Die Schere zwischen jenen, die sich gute Bildung leisten können und
den anderen geht immer weiter auf.
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Infostation
1 |

- Einer der Interviewten des oben
zitierten
Artikels aus der Frankfurter Rundschau ist Michael Schlipköther.
Er leitet das Projekt unit21 im nordrhein-westfälischen Unna.
Die 21 Schulen der Stadt sind vernetzt, die Schüler arbeiten
intensiv mit Laptops.
Im Auftrag des Kultusministeriums soll Schlipköther
auch die Computer-Ausstattung hessischer Schulen verbessern.
- Schon 2001 forderte die damalige Bildungsministerin Edelgard Bulmahn
(SPD) ein deutlich stärkeres Engagements der Industrie bei der Ausstattung
der Schulen mit Informationstechnologie. Bulmahn: "Alle Schulen ans
Netz und jedem Schüler einen Laptop."
Weiterführende Links zum Thema:
- unit21:
Pilotprojekt der Stadt Unna.
- Mobiles
Lernen - Lernen mit Notebooks Grundlegende Informationen auf
dem Deutschen Bildungsserver.
- Arbeitskreis
zum Thema Notebooks von IT Works, ein Projekt von Schulen ans
Netz.
- Eigener
Laptop für jeden Schüler.
Lehrkräfte aus dem Landkreis bestätigen Studie: PCs werden
im Schulalltag noch zu wenig eingesetzt.
- Laptop-Pilotprojekt
an der Merian-Schule. Dort werden u.a. die Aufgabenbereiche
genannt, die ein Laptopeinsatz abdecken kann.
- Die Laptopklasse
der Heinrich-Hertz-Schule. Beispiel aus einer
Schule in Hamburg.
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Pro |

- In ein paar Jahren wird niemand mehr über den Einsatz von Laptops
diskutieren, weil sie selbstverständlich geworden sein werden.
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Contra |

- Die Bedeutung von Computern und Lernentwicklung wird häufig überschätzt.
- Es genügt, Computer an zentralen Orten wie etwa der Bibliothek
Computer für alle zugänglich zu machen, um dort recherchieren
zu können.
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Pro |

- Der PC ist nicht nur zum Recherchieren da. Die Schüler werden
eindeutig besser, ihre soziale Kompetenz und ihre Rechtschreibkompetenz
verbessern sich, und sie können besser präsentieren als jene,
die den Computer nur am Rande nutzen.
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Infostation
2 |

27.04.06: Politik kocht Bildung auf Sparflamme
"Entgegen vollmundiger Bekenntnisse von Politikern
aller Parteien zu mehr Qualität im Bildungsbereich sinken die Bildungsausgaben
in Deutschland stetig.
Nach einem vorläufigen Bericht des Statistischen Bundesamtes in
Wiesbaden vom Mittwoch lagen die Ausgaben für Bildung, Forschung
und Wissenschaft im Jahr 2004 bundesweit bei 193,3 Milliarden Euro. 2003
waren es noch 193,9 Milliarden Euro.
Als Ursache dafür macht das Statistische Bundesamt vor allem geringere
Bildungsausgaben der Bundesagentur für Arbeit aus. Hier wurden gegenüber
dem Vorjahr 1,9 Milliarden Euro eingespart, die nur teilweise durch Ausgabenanstiege
in anderen Bereichen kompensiert wurden."
Quelle: GEW
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Contra
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- Es entsteht Druck gerade für weniger Wohlhabende mithalten zu können,
um nicht offensichtlich außen vor zu stehen.
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Pro |

- Ich glaube nicht, dass der Staat auf Dauer in der Lage sein wird, für
die Bildung komplett aufkommen zu können. Ich halte das auch nicht
für notwendig. Wir müssen begreifen, dass Bildung Geld kostet.
Eben auch die Eltern.
- Wir leben einer globalen Welt. Da fängt die Ungleichheit
der Chancen unserer Kinder gegenüber anderen schon an.
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| Webteam, 10.12. 2006 |
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