

Das Kollegium der Dreieichschule begrüßt die politische
Entscheidung, den Erhalt der Einsteinschule für zunächst
zwei weitere Jahre zu garantieren. Wir sind bereit, die Reformbemühungen
bzw. den Kurswechsel der Einsteinschule nach Kräften zu
unterstützen und unseren Beitrag zu leisten, um die Schule
langfristig zu erhalten.
Es ist auch im Interesse der Dreieichschule,
dass es zum einen drei weiterführende Schulen in Langen
gibt und dass zum anderen jede Schule ihren eigenen Standort
hat. Nur so ist für
alle eine eigene Identität garantiert. Wir lehnen deshalb
alle Auslagerungsideen ab, womöglich sogar noch im ‚Karussell’ mit
der Reichweinschule. Denn durch das Herausreißen einzelner
Jahrgänge entsteht enormer organisatorischer Mehraufwand
durch das Hin- und Herfahren, es werden alle pädagogischen
Verknüpfungen zerstört, die Teamarbeit im Kollegium
wird erschwert und ein eigenes Profil verwischt.
Es macht im Übrigen keinen Sinn, wenn eine
Schule wie das Dreieich-Gymnasium, das seine erfolgreiche Arbeit
jedes Jahr durch den großen Zustrom an Schülern bescheinigt
bekommt, mit einer Amputation bestraft werden soll. Das Kollegium
der Dreieichschule unterstützt auch deshalb Erhalt und Entwicklung
der Albert-Einstein-Schule. Weitere Bildungsperspektiven und
Durchlässigkeit für alle Bildungsgänge - einschließlich
des gymnasialen - sollten daher dort ab jetzt klarer erkennbar
werden. Der Vorteil der Einstein-Schule, für die Sekundarstufe
I nach wie vor sechs statt fünf Jahre anzubieten, wird zu
wenig wahrgenommen. Die Möglichkeit, dann den Sprung in
die Oberstufe der Dreieichschule zu schaffen, muss ab sofort
vor den Schülern offensiv vertreten werden.
Das Kollegium der Dreieichschule ist bereit, in diesen sicher
mühsamen und langwierigen Veränderungsprozess einzusteigen
und alle Vorschläge ernsthaft in den zuständigen Gremien
zu diskutieren.
Einstimmig beschlossen am 15. 11. 2006
Für
das Kollegium Wolfgang
Tschorn, Personalratsvorsitzender