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Dreieichschule
Gymnasium des Kreises Offenbach
Goethestr. 6, 63225 Langen
Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911
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Alle
in der Schule reden von Unterrichtsgarantie Plus. Stolz verkündet
das Kultusministerium, alles sei im Lot, und Kultusministerin Karin
Wolff (CDU) dankt allen Schulen für die "weitgehend reibungslose" Umsetzung.
Wir wollten es genau wissen und haben vor Ort, d.h. an der Dreieichschule,
genauer hingesehen.
Wenn mitten im Schuljahr ein neues Gesicht
im Lehrerzimmer auftaucht, ist es nicht mehr automatisch ein
Refendar oder ein Praktikant der Universitäten Frankfurt oder Darmstadt.
Menschen, die plötzlich vor einem stehen, sich hilfesuchend
nach einem freien Sitzplatz umsehen, sind - das ist neu - Vertretungskräfte
der "Unterrichtsgarantie
Plus".
Vertretungskraft der "Unterrichtsgarantie Plus" ist er zwar,
aber ein wirklicher Anfänger ist Jens Hoffmann (oben im Bild) nicht.
Er hat bereits eine "einschlägige" Vergangenheit, die ihm
einen ungeheuren Informationsvorsprung vor wirklichen Neulingen verschafft.
Jens Hoffmann ist nämlich ehemaliger DSL-Schüler, er kennt
sich aus, weiß wo die Fachräume sind, kennt die Geographie
der Schule, viele Lehrer und die Rahmenbedingungen. Mutig
hat er sich auf die neue Aufgabe gestürzt.
Alle Lehrkräfte im Rahmen von Unterrichtsgarantie Plus müssen
durch die jeweilige Schulleitung überprüft werden. Klar,
dass Herr Hoffmann ebenfalls dran war.
Er bringt
aber sehr gute Vorraussetzungen mit. Neben andern Dingen, ist er
unbescholten, verschwiegen und bereit für unsere Demokratie
einzustehen. Außerdem geht er, das merkt man sofort, mit Elan
seine neue Aufgabe an, denn - so schreibt Jens Hoffmann im folgenden
Interview - "im
nächsten
Jahr mache ich voraussichtlich meinen Abschluss für das Lehramt
an Gymnasien". Er betrachtet diese Arbeit also gewissermaßen
als Vorbereitung auf Zukünftiges.

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Wie haben Sie sich beworben?
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Ich habe gegen Ende des letzten Jahres schriftlich mein Interesse bekundet,
im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus an der DSL mitzuarbeiten.
Meiner
Bewerbung habe ich meinen Lebenslauf beigelegt.
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Welche Vorraussetzungen waren
für den Job nötig?
Was wurde abgefragt?
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Welche Voraussetzungen im Allgemeinen nötig
sind um im Rahmen von UG Plus
zu arbeiten, weiß ich nicht.
Nach einem Vorstellungsgespräch
bei Frau Höreth-
Müller, bei welchem sie fragte, warum ich mitarbeiten möchte
und welche
Qualifikationen ich habe, bin ich auf eine sog. Poolliste gesetzt worden,
die der Personalrat anschließend genehmigt hat.
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Ausschnitt
aus einem Verlaufsdiagramm wie Schulen bei Ausfall einer Lehrkraft
reagieren müssen.

Quelle: Hessen handelt - Wir schaffen die Verlässliche Schule, Hessisches
Kultusministerium
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Was war
an "Papierkrieg" nötig? |

Ich habe eine Rahmenvereinbarung mit der DSL abgeschlossen, in der ich
erkläre, aushilfsweise hier zu arbeiten.
Das Entgelt hierfür bekomme
ich von
der Hessischen Bezügestelle in Kassel, die verlangen schon einiges an
Auskunft.
Außerdem versicherte ich schriftlich, weder korrupt noch
vorbestraft zu sein, mich für den Erhalt der freiheitlich demokratischen
Grundordnung einzusetzen und unterschrieb eine Verschwiegenheitserklärung über
persönliche Dinge der Schüler.
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Welche Qualifikationen haben
Sie? |

Ich bin Student an der Goethe Uni in Frankfurt für die Fächer
PoWi und
Geschichte.
Im nächsten Jahr mache ich voraussichtlich meinen Abschluss
für
das Lehramt an Gymnasien. Außerdem habe ich schon früher hin
und wieder mit
Kindern und Jugendlichen gearbeitet.
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Wie werden
Sie "angefordert"? Wie sieht Ihr Unterricht aus? |

Das passiert natürlich relativ kurzfristig. Ich werde telefonisch
angefragt oder direkt in der Schule angesprochen, ob ich dann und dann
aushelfen
könnte. Die Schule hat einen Plan von mir erhalten, auf dem meine
potenziellen Einsatzzeiten vermerkt sind. Dann erhalte ich noch Informationen,
ob die
Klasse einen Arbeitsauftrag hat oder nicht, um gegebenenfalls nötige
Vorbereitungen zu treffen.
Ich
will die Schüler nicht nur "verwahren", sondern habe den Anspruch, dass
die Schüler
auch aus solchen Stunden etwas mitnehmen. Hierzu habe ich eine kleine
Sammlung mit diversen Materialien, die gemeinschaftlich bearbeitet werden
können.
Optimal ist es, wenn die zu vertretende Lehrkraft Materialien zur
Verfügung stellen kann, sodass man gleich am Thema weiterarbeiten kann.
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Stürmen Kinder nach Hause freudig ausrufend: "Wieder
keine Stunde ausgefallen"?
So sieht es die Landesregierung.
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Gibt es nur Einzelstunden oder auch mehrere fortlaufende Stunden?
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Da muss man abwarten, wie es sich entwickeln wird. Natürlich ist es besser,
wenn man eine Lerngruppe häufiger als einmal trifft. Dann kann sich leichter
ein gutes Verhältnis entwickeln, das sich auch positiv auf den Unterricht
auswirkt.
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Wie haben die Schüler auf Sie reagiert?
Beschreiben Sie kurz. |
Im Großen und Ganzen recht gut, glaube ich. Große Probleme
hatte ich bis
jetzt noch keine. Ich glaube, dass die Schüler mich als Lehrer akzeptieren.
Als "Neuen" versuchen sie natürlich erstmal auszutesten, was geht,
und wollen
möglichst wenig arbeiten, was ich in gewisser Weise sogar nachvollziehen
kann, aber wenn ein Kompromiss gefunden wurde, arbeiten die Schüler
dann
auch rege mit.
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Einsatz von Vertretungskräften für Fachunterricht
(Auszug: Quelle: Hessen handelt - Wir schaffen
die Verlässliche Schule, Hessisches Kultusministerium) |
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| Webteam, 11.10.2006 |
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