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In der Reihe "Stars, Experten und Talente" unterhalten wir uns diesmal mit Lydia und Gregor, zwei Schülern der Jahrgangsstufe 10. Sie haben ihr Talent erkannt und genutzt, wofür wir ihnen auch dankbar sind.
Gregor bei einer capoeira-ÜbungSie sind Experten in Sachen Sport, genauer im Bereich Capoeira. Im folgenden Interview beantworten sie Fragen zu dieser Sportart.
Die Trainingszeiten der beiden sind montags in der Janusz-Korzcak Schule von 17.15-19.00 Uhr, dienstags am SSG von 19.00-21.00 Uhr, mittwochs in der Albert-Schweizer Schule, sowohl auch freitags von 20.00-22.00 Uhr.
Angemeldet im Verein sind ca. 70 Leute, allerdings besuchen momentan nur 10-20 Leute das Training.

Zum Verein gehören mehrere Trainer. z.B. Prof. Pantera, der Leiter der Abteilung, Falcao und Barrocha.
(Das Bild oben zeigt Gregor während eine Capoeira-Übung)

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> Beschreibt euch kurz in wenigen Stichworten:


GregorGregor (links im Bild):
- offen, witzig, faul, zurückhaltend/still

Lydia:
- spontan, freundlich, aufgeschlossen, offen, ehrlich.

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Wie bist du zu diesem außergewöhnlichen Sport gekommen und was gefällt dir so daran?



Gregor:

Vor zwei Jahren fand eine Vorstellung der Capoeiragruppe statt, an der ich sehr interessiert war. Anschließend besuchte ich das Training und war von diesem Zeitpunkt an dabei.

An Capoeira gefällt mir, dass darin fast alles enthalten ist wie Musik, Kampf, Tanz, Gesang und Akrobatik.

Lydia:

Durch meine Cousine bin ich auf Capoeira aufmerksam geworden, da sie den Trainer persönlich kennt. Ich bin eine Probestunde zum Training gegangen und da wurde mir klar, dass ich diese Sportart ausüben möchte. An Capoeira gefällt mir, dass akrobatisch und schnell ist.
Lydia bei einer Capoeira-Veranstaltung
Capoeira ist einfach die beste Sportart, die ich mir für mich vorstellen kann, da Tanzen und Kampfsport eine meiner Leidenschaften sind.
(Das Bild oben zeigt Lydia bei einer Capoeira-Veranstaltung)

> Was ist Capoeira und worum geht es?

Gregor:

Capoeira ist ein Kampftanz, der von den Sklaven, die nach Brasilien verschifft wurden, entwickelt und praktiziert worden ist.

Es ist ein Kampfsport, den sie als Tanz getarnt haben um ihre Herren zu täuschen, da es Sklaven nicht erlaubt war, irgend eine Kampfsportart auszuüben.

Sie haben sich hierbei in einem Kreis von Menschen geformt, den man Roda nennt und der heute immer noch existiert.

Zwei Leute duellierten sich in dem Kreis, in Form von Tanz, Kicks oder Tritten, die den Gegner nicht treffen, dies kommt aber durchaus vor :-).

Der Tanz wird mit einer selbst gemachten Musik untermalt.

Lydia:

Es geht darum Spaß zu haben, eine andere, alte Kultur kennen zu lernen und zu wissen, wie man sich verteidigt. Man muss auf seinen Gegenspieler eingehen können und ihn durch gezielte Übungen austricksen.

Capoeira ist eigentlich kein Teamsport, denn du bist auf dich alleine angewiesen, doch helfen dir die anderen durch das singen Energie zu geben.
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Infobox
Capoeira und das Bewegungsperttoire


Capoeira:

Belegt ist die Existenz der Capoeira bis ins 18. Jahrhundert. Die Literatur geht davon aus, dass sie in Brasilien aus einer Vermischung verschiedenster afrikanischer Tänze und Kulte entstand.
Roda in Amsterdan
Auch in anderen Regionen, in welche afrikanische Sklaven verschleppt wurden, entstanden dem Capoeira ähnliche Kampfkünste, wie dem Maní auf Kuba.

Bewegungsrepertoire (Auswahl):

1. Mortais (tödliche Schläge) - a
2. Traumatizantes (Betäubungsschläge) - b
3. Desequilibriantes (Würfe) - c
4. Esquivas (Ausweichbewegungen) - d
5. Fugas (Fluchtbewegungen)- e
6. Floreios (Ausschmückungen) - f

a. Meia-Lua de Compasso (Halbmondzirkel)
b. Bencao (Segen)
c. Rasteira
d. Negativa (Vermeidung)
e. Au (Radschlag)
f. Parafuso (Schraube)

(Quelle: Wikipedia)
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Welche Musik begleitet Capoeira?


Gregor:

Die Musik wird mit altertümlichen Instrumenten selbst gestaltet, wie zum Beispiel einem
- Berimbau ( Holzbogen mit Draht gespannt, gespielt mit Schlagstock)
- dem Pandeiro ( Schellentamburin) und
- der Atabaque ( Trommel).

Ein Sänger der Gruppe singt auf portugiesisch eine Strophe, nach der die Gruppe gemeinsam darauf antwortet, wie zum Beispiel in dem Lied der Mazdawerbung: Zoom Zoom, ein typisches Capoeira Lied.

Lydia:

Die Musik spielt die Gruppe selber. Für die Melodie wird ein Berimbau, eine Atabaque und ein Pandeiro benötigt. Der Berimbau gibt den Takt an und nach und nach steigen die anderen Instrumente ein.

Der Spieler des Berimbau singt und der Chorus wird von der ganzen Gruppe als Antwort gesungen. Früher sang man um sich die Plantagenarbeit zu erleichtern. Heute singen wir um Energie zu sammeln und Lust am Capoeira zu bekommen.


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Welche Eigenschaften / Vorraussetzungen muss man mitbringen um eurer Meinung nach Capoeira zu lernen?

        

Gregor:

Es sind keine bestimmten Voraussetzungen für Capoeira notwendig, sodass die Sportart für Jedermann geeignet ist.

Allerdings wäre es praktisch, wenn man beweglich, rhythmisch und sportlich ist.


Lydia:

Man benötigt eher keine speziellen Eigenschaften. Man sollte einfach nur gelenkig Sein, Ausdauer und Rhythmusgefühl für die Schritte haben.

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Wie oft trainiert ihr und würdet ihr sagen, dass Capoeira eine anstrengende Sportart ist?



Gregor:

Ich gehe dreimal die Woche ins Training, jedoch ist viermal vorgesehen.

Es besteht aus Aufwärmtraining, Dehnübungen, Muskeltraining und Bewegungen aus der Capoeira, zum Beispiel Ausweichmanöver und Tritte.

Also ist es Ansichtssache, ob das Training anstrengend ist oder nicht.
Dadurch, dass ich dreimal die Woche dorthin gehe, ist es nicht sehr anstrengend für mich. Nach dem Training bildet unsere Gruppe selber einen Roda, in dem zwei unserer Gruppenmitglieder gegeneinander kämpfen.

Jedoch singen wir auch brasilianische Lieder und spielen mit den typisch alten Instrumenten capoeirische Musik.

Lydia:

Ich bemühe mich dreimal die Woche ins Training zu kommen. Anstrengend ist es auf jeden Fall immer, da es Tage gibt, an denen man nicht so viel Kondition und Ausdauer hat als an anderen.
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Eine Roda

Eine Roda
Traditionell läuft die Capoeira als Spielform in der so genannten Roda (portugiesisch für Kreis, sprich: hoda mit offenem "o") ab: Dabei stehen alle Teilnehmer in einem Kreis, wobei sich an einer Stelle dieses Kreises die Musiker versammeln.
>  Welche Hobbys habt ihr noch außer Capoeira zu tanzen?

Gregor:

Eines meiner größten Hobbys ist der Sport. Aber großes Interesse gilt auch den Fremdsprachen, wie zum Beispiel Englisch, Französisch, Polnisch und brasilianisches Portugiesisch.

Außerdem lese ich gerne Fantasieromane und mache hin und wieder gerne mal ein Mittagsschläfchen.

Lydia:

Außer Capoeira spiele ich Handball in Langen. Aber auch meine Freunde kommen nicht zu kurz, da ich mit ihnen abends gerne mal in eine Bar oder ins Kino gehe.
Jenny, Carola,, Webteam, Februar 2007